Selbstsperre per E-Mail
Für eine Selbstsperre genügt eine kurze Nachricht an die Kundenbetreuung; Millioner schließt das Konto daraufhin umgehend. Gibt es weitere Konten, ist der Spieler verpflichtet, darüber zu informieren, damit auch diese gesperrt werden können.
Die Selbstsperre ist ein klarer Schritt: Sie unterbricht das Spielen vollständig, statt nur einzelne Beträge zu begrenzen. Sinnvoll ist es, vorher vorhandenes Guthaben auszuzahlen und offene Boni zu beenden, damit keine Fragen offen bleiben.
Selbsttest
Auf der Seite zum verantwortungsvollen Spielen gibt es einen Fragenkatalog zur Selbsteinschätzung. Sie helfen dabei, das eigene Verhalten ehrlich einzuschätzen: Wird mehr Zeit oder Geld eingesetzt als geplant? Wird gespielt, um Verluste zurückzuholen? Leidet das Privat- oder Berufsleben darunter? Wer mehrere Fragen mit Ja beantwortet, sollte Unterstützung in Betracht ziehen.
- Vor jeder Sitzung ein festes Budget und eine Zeitgrenze festlegen.
- Verluste nicht durch höhere Einsätze ausgleichen wollen.
- Regelmäßige Pausen einlegen.
- Spielen nicht als Einkommensquelle betrachten.
- Bei Stress oder schlechter Stimmung nicht spielen.
Hilfsorganisationen
Millioner verweist auf mehrere Anlaufstellen, die vertraulich und kostenlos beraten. Dazu gehören Gamblers Anonymous (www.gamblersanonymous.org) und Gambling Therapy (www.gamblingtherapy.org). Diese Organisationen bieten Gespräche, Gruppenangebote und Informationen für Betroffene und Angehörige.
- Selbsthilfegruppen — Gamblers Anonymous
- Online-Hilfe für Betroffene und Angehörige — Gambling Therapy
Schutz Minderjähriger
Die Registrierung ist nur für Volljährige erlaubt; Minderjährige können kein Konto eröffnen. Gewinne minderjähriger Spieler werden storniert. Eltern empfiehlt Millioner, Filtersoftware wie Net Nanny (www.netnanny.com) einzusetzen, um den Zugang zu Glücksspielseiten auf gemeinsam genutzten Geräten zu sperren.
Zugangsdaten sollten nie für Kinder zugänglich gespeichert werden, und auf Familiengeräten empfiehlt sich ein eigenes Benutzerprofil.
Eigene Grenzen im Alltag
Auch ohne formale Limits im Konto lassen sich Grenzen setzen: eine feste Einzahlungssumme pro Monat, eine Weckerfunktion für die Spielzeit oder bewusst gewählte spielfreie Tage. Das tägliche VIP-Cashback oder Bonusangebote sollten kein Anlass sein, mehr einzuzahlen als geplant.
Warnzeichen erkennen
Problematisches Spielverhalten entwickelt sich oft schleichend. Typische Anzeichen sind steigende Einsätze, um das gleiche Spannungsgefühl zu erreichen, das Nachjagen von Verlusten, Heimlichkeit gegenüber Familie und Freunden oder Gereiztheit, wenn nicht gespielt werden kann. Auch das Leihen von Geld zum Spielen ist ein deutliches Warnsignal.
Wer solche Muster bei sich bemerkt, sollte nicht abwarten. Ein Gespräch mit einer Beratungsstelle ist unverbindlich und vertraulich, und eine Selbstsperre schafft sofort Abstand.
Schritte zur Selbstsperre
- Offene Boni beenden und Guthaben auszahlen lassen.
- E-Mail an support@millioner.com mit der Bitte um Selbstsperre senden.
- Weitere Konten bei Millioner angeben, damit auch sie geschlossen werden.
- Filtersoftware installieren, um den Zugang zu Glücksspielseiten zu erschweren.
Bonusangebote bewusst nutzen
Boni, Cashback und Turniere sind darauf ausgelegt, zum Weiterspielen zu motivieren. Wer sein Budget im Blick behalten will, sollte Angebote nur annehmen, wenn sie zum geplanten Spiel passen, und sich nicht von Fristen oder Ranglisten unter Druck setzen lassen. Auf einen Willkommensbonus kann bei der Registrierung ganz verzichtet werden.
Auch eine schlichte Pause ist eine Option: Guthaben abheben, abmelden und Abstand gewinnen. Die VIP-Vorteile laufen bei längerer Pause ohnehin aus, was den Anreiz verringert, aus Gewohnheit weiterzuspielen.
Gespräche mit Angehörigen
Spielprobleme betreffen oft auch das Umfeld. Angehörige bemerken Veränderungen manchmal früher als die betroffene Person selbst. Organisationen wie Gambling Therapy bieten deshalb auch Unterstützung für Familie und Freunde an. Ein offenes Gespräch ohne Vorwürfe ist häufig der erste Schritt.
Selbsttest: weitere Fragen
- Denke ich auch außerhalb des Spielens häufig daran?
- Habe ich versucht, weniger zu spielen, und es nicht geschafft?
- Spiele ich, um Problemen oder schlechter Laune zu entkommen?
- Habe ich Geld eingesetzt, das für andere Zwecke gedacht war?
Eine ehrliche Antwort auf diese Fragen ersetzt keine Diagnose, kann aber zeigen, ob es Zeit ist, Hilfe in Anspruch zu nehmen.
Jede dieser Maßnahmen lässt sich jederzeit ergreifen.
Hilfe zu holen ist kein Zeichen von Schwäche, sondern ein bewusster Schritt.
Auch die Bedingungen selbst setzen Grenzen: Ein Konto pro Person, keine Kredite und keine Geldtransfers zwischen Spielern. Wer das Gefühl hat, die Kontrolle zu verlieren, sollte nicht auf weitere Spielrunden setzen, sondern eine der genannten Stellen kontaktieren.
Budget und Zeit festlegen
Ein einfaches Mittel gegen Kontrollverlust ist ein fester Rahmen: ein monatliches Budget, das man sich leisten kann, und eine maximale Spieldauer pro Sitzung. Ein Wecker oder Timer auf dem Handy erinnert daran, wann Schluss ist. Gewinne sollten nicht automatisch wieder eingesetzt werden.
Hilfe ist anonym möglich
Viele Betroffene zögern, Hilfe zu suchen. Die genannten Organisationen arbeiten vertraulich und häufig auch anonym, etwa über Online-Chats oder Telefon. Gambling Therapy bietet Unterstützung in mehreren Sprachen, Gamblers Anonymous setzt auf den Austausch in Gruppen. Niemand muss den ersten Schritt allein gehen.
Häufige Fragen
Wie beantrage ich eine Selbstsperre?
Schriftlich beim Kundendienst; Millioner sperrt das Konto dann ohne Verzögerung.
Wo finde ich Hilfe?
Bei Gamblers Anonymous oder Gambling Therapy, auf die Millioner verweist.

